Textversion
Textversion
Samstag, 04.09.2010

Sitemap Newsletter Disclaimer Kontakt Impressum
Website übersetzen

Website durchsuchen
Benutzerdefinierte Suche

Druckbare Version

Wie entsteht ein Gewitter?

Tropische Wirbelstürme

Wie entstehen Tornados?



Tornados sind Wirbelwinde mit weniger als 1000 m Durchmesser. Sie treten sehr häufig im amerikanischen Mittelwesten auf, wo kühle Luftmassen aus dem Norden von feuchtwarmer Luft aus dem Golf von Mexiko unterlagert wird. Auch bei uns in West- und Mitteleuropa konnten Tornados schon beobachtet werden. Der Schaden, der hier angerichtet wurde war zum teil auch schon ganz beträchtlich, doch nicht mit dem im amerikanischen Mittelwesten zu vergleichen. Die genaue Urasche der Entstehung von Tornados ist immer noch unbekannt, sie scheinen sich jedoch aus einem langen Trichter zu bilden, der aus turbulenten Cumulus Wolken herabsinkt. Warmluft wird an der Peripherie eines kräftigen Abwinds spiralförmig hochgesogen. Die Windgeschwindigkeiten dürften leicht 600 km/h erreichen, zum teil auch darüber liegen. Bislang verwendete Messinstrumente überlebten ihren Einsatz nicht. Nicht nur die hohen Windgeschwindigkeiten, sondern auch der gewaltige Luftdruckunterschied zwischen dem normalen Luftdruck im Inneren eines Hauses und dem extremen Tiefdruck des Sturms sind Gründe, wenn Gebäude auseinanderbrechen oder sonstige andere Verwüstungen angerichtet werden. Tornados legen Strecken von bis zu 500 km zurück, ehe ihre gewaltige Kraft nachlässt. Auf den Ozeanen werden ähnliche Erscheinungen Tromben oder Wasserhosen genannt.

Erstaunliche Filmaufnahmen von Tornados


Die Entstehung der Tornados

Tornados entstehen, wenn die feucht-heisse Luft aus der Golfregion mit kalter Luft aus dem Norden aufeinander trifft. Die Folgen hiervon sind labile Luftschichten mit Gewitterbildung. Wenn jetzt dabei die Kaltluft aus dem Norden die Luftmassengrenze durchbricht, stürzt sie mehrere Kilometer strudelförmig nach unten.

Dabei wird die herabstürzende Kaltluft am Rande des Strudels durch Warmluft ersetzt, die empor gerissen wurde. Die dabei angesogene Luft konzentriert sich auf einen Raum, der immer enger wird, wodurch sich die Rotationsgeschwindigkeit enorm erhöht. Die aufsteigende Warmluft kondensiert. Hierbei bildet sich der trichterartige Wolkenschlauch, der für Tornados eben so typisch ist.

Dieser trichterförmige Wolkenschlauch rotiert so lange nach unten, bis er den Erdboden erreicht. Hierbei rotiert er jetzt mit immens hoher Geschwindigkeit um seine Achse. Die Erdrotation ist hier die Ursache für diese starke Drehbewegung. Bei der Drehrichtung kommt es auch auf die geographische Lage an. Die angesogene Luft dreht auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel dagegen im Uhrzeigersinn.

Bedingt durch die starke Rotation beginnt der Tornado, sich mit einer Geschwindigkeit von 40-50 km/h fortzubewegen. Dabei kann es aber auch zu Spitzenwerten von bis zu 90 km/h kommen. Durch seine immens hohe Rotationsgeschwindigkeit und den extrem niedrigen Luftdruck im Inneren (ca. 80 bis 100 hPa unter dem normalen Luftdruck der Umgebung) kommt es zu dieser zerstörerischen Kraft des Tornados. Im Inneren des Tornados herrschen Abwinde. Dabei ist es fast windstill. Im Wolkenschlauch dagegen herrschen Aufwinde vor, die alles mit sich nach oben reissen. Nach ca. 30 Minuten löst sich ein Tornado meist weitgehend auf und hinterlässt eine Spur der Zerstörung.

Tornados im mittleren Westen der USA

Zurück

Für die Auswahl der Bilder im Großformat die Bilder in der linken Navigationsleiste anklicken.

Weiter

Tornado im US-Bundesstaat Oklahoma



Die Fujita-Skala

F-Stufe  Beschreibung  Windgeschwindigkeit   Auswirkungen  
F0  Sturmtornado  64-116 km/h   Schäden an Dächern, Äste brechen, flachwurzelnde Bäume kippen um

 
F1  gemäßigter Tornado  117-180 km/h   Schiebt Autos von den Strassen und zerstört Garagenbauten  
F2  bedeutender Tornado  181-251 km/h   Erheblicher Schaden, entwurzelt große Bäume, reißt Dächer von Holzhäusern, wirbelt leichtere Gegenstände durch die Luft  
F3  schwerer Tornado  252-330 km/h   zerstört auch Dächer und Wände von stabilen Häusern, wirft Züge um, entwurzelt ganze Wälder  
F4  verwüstender Tornado  331-416 km/h   Häuser werden völlig zerstört, Gebäude mit schwachen Fundamenten werden als ganzes weggeweht, große Gegenstände und Autos fliegen durch die Luft  
F5  unglaublicher Tornado  417-510 km/h   Hebt selbst stabile Gebäude von ihren Fundamenten, Autos fliegen mehr als 100 Meter weit, beschädigt Stahlbetonkonstruktionen, entrindet Baumstämme  
F6  invorstellbarer Tornado  mehr als 510 km/h   Das Auftreten solcher Winde ist sehr unwahrscheinlich und wurde bisher noch nie erreicht. Die Zerstörungen lassen sich vermutlich kaum von denen der F5 Tornados unterscheiden  

Die schwersten Tornados der USA im 20. Jahrhundert

  Datum  Ort  Opferzahl 
18.03.1925   Bundesstaaten Missouri / Illinois / Indiana   689 
06.05.1840   Natchez (Mississippi)   317 
27.05.1896   St. Louis (Missouri)   255 
05.04.1936   Tupelo (Mississippi)   216 
06.04.1936  Gainesville (Georgia)  203 
09.04.1947   Woodward (Oklahoma)   181 
04.04.1908   Amite (Louisiana) und Purvis (Mississippi)   143 
12.06.1899   New Richmond (Wisconsin)   117 
08.06.1953   Flint (Michigan)   115 
10  11.05.1953   Waco (Texas)   114 
10  18.05.1902   Goioad (Texas)   114 
  Datum  Ort  Schaden in US$ 
06.05.1975   Omaha (Nebraska)   1.132.000.000  
10.04.1979   Wichita Falls (Texas)   840.000.000  
11.05.1970   Lubbock (Texas)   530.000.000  
08.06.1966   Topeka (Kansas)   470.000.000  
03.10.1979   Windsor Locks (Connecticut)   420.000.000  
31.03.1973   Georgia   388.000.000  
03.04.1974   Xenia (Ohio)   310.000.000  
03.06.1980   Grand Island (Nebraska)   260.000.000  
27.05.1896   St. Louis (Missouri)   201.000.000  
10  28.08.1990   Plainfield (Illinois)   192.000.000  






Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.


nach oben | zurück



Letztes Update: 03.02.2010

© 1999 - 2010 hpo-online.de. Alle Rechte vorbehalten.