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Deutschland greift nach den Sternen. Deutschland plant einen nationalen Alleingang zum Mond. Dabei hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat sehr ehrgeizige Pläne. Das DLR präsentierte am Dienstag den 27.02.2007 vor Parlamentariern in Berlin ein entsprechendes Konzept, berichtet die "Financial Times Deutschland". Aus dem Konzept ging hervor, dass man aus eigener Kraft eine Mond-Forschungssonde entwickeln, bauen und zum Mond schießen will um diesen innerhalb von 4 Jahren komplett zu kartieren.
Das DLR plant jedoch noch einen Schritt weiter zu gehen und im Jahr 2013 mit einer unbemannten Mondfähre auch auf dem Erdtrabanten zu landen. Die Pläne für dieses Vorhaben sollen schon länger in der Schublade liegen. Laut Walter Döllinger, Direktor für Raumfahrtprogramme beim DLR verspricht man sich von einem nationalen Alleingang einen größeren Erfolg als von einer gemeinschaftlichen Mission mit der Esa.
Die deutsche Mondmission, deren Kosten den deutschen Steuerzahler zwischen 300 bis 500 Mio. Euro kosten soll, dient wie schon erwähnt zur Kartierung unseres Erdtrabanten und soll auch Aufschluss über vorhandene Bodenschätze geben. Langfristig sollten auf dem Mond die dort vorhandenen Ressourcen zur wirtschaftlichen Nutzung abgebaut werden. Auch soll mit der Entwicklung neuer Technologien der Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland weiter vorangebracht werden.
Sollte die Bundesregierung, die dem Vorhaben wohlwollend gegenübersteht auch zustimmen, könnte die Mission, wie schon erwähnt im Jahr 2013 starten und Deutschland würde in den Kreis der ambitionierten Raumfahrtnationen vorstoßen. Die Vereinigten Staaten, China, Japan und Indien planen derzeit zum Teil bemannte Mondmissionen wo hingegen in Europa Briten und die Italiener an unbemannten Mondsonden arbeiten.
Eine deutsche Mondmission würde neben dem wissenschaftlichen Nutzen und dem Prestige auch die deutsche Raumfahrtindustrie stärken und Deutschland könnte zeigen, dass es das Know-how und die Systemfähigkeit besitzt das Projekt durchzuführen. An dem Projekt arbeiten bereits die größten deutschen Raumfahrtunternehmen EADS Astrium und OHB-System.
23.03.2007
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